budde2 150x200Katrin BuddeSeit 2008 wird in Deutschland der Equal Pay Day begangen. Der Aktionstag soll auf die bestehenden Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern und deren Ursachen aufmerksam machen und markiert den Tag, an dem Frauen genauso viel Geld verdient haben, wie Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres. In diesem Jahr fällt er, wie bereits im vorigen Jahr, auf den 21. März. „Damit haben wir den traurigen Befund, dass sich beim Thema Entgeltgleichheit seit einem Jahr nicht getan hat!“, sagte Katrin Budde, SPD-Landesvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. „Das nennt man Stillstand. Den müssen wir dringend aufbrechen.“


In Deutschland müssen Frauen damit im Schnitt knapp drei Monate länger arbeiten, um die Gehaltsdifferenz von aktuell 22 Prozent auszugleichen. Das ist reinecke 150x200Corinna Reineckeeine fatale Situation, die die Bundesrepublik im europäischen Vergleich auf den drittletzten Platz verweist. „In kaum einem anderen europäischen Land ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß wie hier“, erklärt Corinna Reinecke, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Sachsen-Anhalt. „Damit diese Entgeltdiskriminierung endlich ein Ende hat und nachhaltig beseitigt werden kann, bedarf es eindeutiger gesetzlicher Regelungen.“

Die diesjährige Kampagne steht unter dem Themenschwerpunkt: „… und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen!“ Damit soll das Augenmerk auf die Chancen und Risiken der Teilzeitbeschäftigung insbesondere für Frauen gerichtet werden. „Mehr als 80 % der Teilzeitbeschäftigten und Zweidrittel der Beschäftigten in den sog. Minijobs sind Frauen“, so Budde und Reinecke. „Auch deshalb sind Frauen wesentlich häufiger von Altersarmut betroffen oder vom besser verdienenden Partner abhängig.“