bischoff 150x200Arbeitsminister Norbert Bischoff hat sich erfreut zur Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt geäußert. Zugleich mahnte Bischoff am Dienstag in Magdeburg, die Langzeitarbeitslosen nicht aus dem Blick zu verlieren. Der Arbeitsminister erklärte: „Nach wie vor gibt es zu viele Menschen, die zu lange nicht mehr im Arbeitsleben waren und daher auch nicht ohne Unterstützung wieder zurück ins Arbeitsleben finden. Diesen Menschen gilt unsere Aufmerksamkeit“, sagte Bischoff.

Der Minister startete offiziell das neue Landesprogramm „Aktiv zur Rente plus“. Das Programm richtet sich insbesondere an Langzeitarbeitslose, die älter als 50 Jahre sind. Das Programm wurde in enger Abstimmung mit den Landkreisen und kreisfreien Städten konzipiert. Das Land hat fast 35 Millionen Euro von der EU aus dem ESF-Programm zur Verfügung gestellt bekommen. Damit können fast 1.900 versicherungspflichtige gemeinnützige Beschäftigungsverhältnisse in den Kreisen und kreisfreien Städten geschaffen werden. Die Projekte sollen eine Laufzeit von mindestens einem Jahr haben. Das Programm endet Ende Juni 2015.

Bischoff sagte: „Das Programm „Aktiv zur Rente plus“ ist ein wichtiger Baustein meiner Arbeitsmarktstrategie. Ich will gemeinsam mit der Wirtschaft, den Sozialpartnern und der Bundesagentur für Arbeit alles daran setzen, Fachkräfte zu binden und zu gewinnen. Zweitens aber dürfen wir jene nicht abhängen, die es schwer haben auf dem Arbeitsmarkt. Hier setzt „Aktiv zur Rente plus“ an. Gemeinsam mit dem Programm „Familien stärken“, das insbesondere junge Langzeiterwerbslose wieder fit machen soll für den Arbeitsmarkt, sind das Kernelemente einer aktiven und aktivierenden Arbeitsmarktpolitik.“ Bischoff appellierte an den Bund, sich ebenso aktiv an Programmen zur Integration von Langzeitarbeitslosen zu beteiligen.

Hintergrund:

Ziel des Programms „Aktiv zur Rente plus“ ist es, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Die Tätigkeiten müssen zusätzlich, im öffentlichen Interesse und vor allem gegenüber der regionalen Wirtschaft wettbewerbsneutral sein. Der Zuschuss beträgt maximal 1.500 Euro je Teilnehmenden und Beschäftigungsmonat. Die Beschäftigungszeit muss dabei mindestens zwölf Monate betragen. Für die Vor-Ort-Organisation und Durchführung des Programms inklusive der Auswahl der konkreten Projekte sind die Gebietskörperschaften  - also die Kreise, kreisfreien Städte - verantwortlich. Im Ergebnis der Auswahlverfahren sind Projektprioritätenlisten erstellt worden, die Grundlage für die Antragsprüfung und Bewilligung durch die FörderService GmbH bilden.