miesterfeldt 150x200Am heutigen Donnerstag, dem 28. Februar 2013, übergibt der Moderator des Kulturkonvents Olaf Zimmermann den  Abschlussbericht mit den Empfehlungen an den Landtagspräsidenten Detlef Gürth und an den Kultusminister Stephan Dorgerloh.

"Der Bericht ist ein kräftiges und deutliches Bekenntnis zu unserem reichen kulturellen Erbe und zur lebendigen Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt", erklärte dazu Gerhard Miesterfeldt, Sprecher für Kulturpolitik der SPD-Landtagsfraktion und Mitglied im Kulturkonvent.

Mit seinen mehr als 160 Empfehlungen hat der Kulturkonvent dem Landtag und der Landes-regierung ein Instrumentarium an die Hand gegeben, um daraus ein schlüssiges Landeskultur-konzept zu entwickeln.

Die Empfehlungen bieten zahlreiche neue Anknüpfungspunkte wie etwa die Schaffung von Kulturregionen. Danach können sich Kommunen zu Kulturregionen zusammenschließen, um kulturelle Bildung, Bibliotheken, Museen oder Kultureinrichtungen gemeinsam und solidarisch zu tragen. Eine weitere zentrale Empfehlung betrifft die Schaffung eines Kooperations- und Investitionsfonds, um Ideen und Projekte sowie die Zusammenarbeit zwischen Kultureinrichtungen zu befördern und Strukturanpassungen zu begleiten.

Ungewöhnlich ist auch, dass sich die Kulturakteure selbst zu Qualitätskriterien bekennen. Daneben steht natürlich auch die berechtigte Forderung im Raum, dass ein Kulturland wie Sachsen-Anhalt seine vielen und großen kulturellen Schätze ausreichend finanziell ausstattet. Aber es wäre falsch, die Empfehlungen des Kulturkonventes allein auf die Erhöhung des Kulturetats zu reduzieren.

Die Beteiligung der Kulturschaffenden an einem solchen Prozess stellt in Deutschland ein Novum dar. Es zeigt, dass Sachsen-Anhalt dem zivilgesellschaftlichen Engagement eine besondere und gestaltende Bedeutung beimisst. Darüber hinaus zeigt der Abschlussbericht auch, dass der demografische Wandel nicht automatisch mit einem Abbau von Kultur einhergehen muss.