Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der SPD Sachsen-Anhalt hat auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Landesvorstand gewählt. Alte und neue Vorsitzende ist Susi Möbbeck (Börde), die die Arbeitsgemeinschaft bereits seit ihrer Gründung im Juli 2012 führt. Komplettiert wird der Vorstand durch die beiden StellvertreterInnen Björn Malycha (Stendal) und Larissa Wallner (Dessau-Roßlau) sowie die weiteren Mitglieder Seluan Al-Chakmakchi (Salzlandkreis), Jan Braune (Magdeburg), Angelika Engel (Harz), Igor Matvjets (Halle), Satenik Roth (Halle), Marco Steckel (Mansfeld-Südharz), Richard Steinhof (Harz) und den SPD-Landtagabgeordneten Patrick Wanzek (Saalekreis).

Die Vorsitzende des SPD-Landesverbandes, Katrin Budde nahm an der Versammlung teil. „Angesichts der Diskussionen um die Themen Integration und Einwanderungspolitik ist die fachliche Arbeit der AG Migration notwendiger denn je“, sagte Budde. Die Pegida-Aufmärsche und ihre Ableger in den letzten Wochen und Monaten haben die Auseinandersetzungen um Integration deutlich verschärft. „Gerade in Zeiten, in denen durch Krieg und Terror die Zahl der Flüchtlinge gestiegen ist, dürfen wir in Europa, in Deutschland und auch in Sachsen-Anhalt nicht unsere Türen schließen und sagen: euer Leid geht uns nichts an“, so Budde.

Die Flüchtlingsaufnahme könne, so die AG, umso besser bewältigt werden, wenn Flüchtlinge von Anfang an Integrationsangebote erhalten. Dazu gehört zu allererst der Erwerb der deutschen Sprache. „Die sächsische SPD hat in ihrem Koalitionsvertrag mit der CDU vereinbart, dass alle Migrantinnen und Migranten einen kostenlosen Sprachkurs erhalten sollen“, sagte Susi Möbbeck. „In Sachsen-Anhalt besteht dieser Bedarf auch.“

Die AG Migration setzt sich in einem Beschluss für eine verbesserte Bildungsintegration von ausländischen Kindern ein, von der Kita über die Schule bis zur beruflichen Bildung. Vor allem die schulische Sprachförderung sei zu verbessern. Sprachvorbereitungsklassen sollten eine Größe von 15 Kindern nicht überschreiten. Nur wer früh die deutsche Sprache lernt, hat die Chance im Unterricht zu bestehen.

Zudem spricht sich die AG erneut für die dezentrale Wohnungsunterbringung aller Flüchtlinge aus. Das erleichtert eine schnelle Integration und den Abbau gegenseitiger Vorurteile.