Katrin BuddeDer 9. November ist ein Tag, an dem drei Wegmarken der deutschen Geschichte zusammenfallen. 1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die erste deutsche Republik aus. 1938 brannten die Nationalsozialisten in der Reichskristallnacht Synagogen in ganz Deutschland nieder, plünderten Geschäfte und verhafteten und ermordeten tausende Juden. 1989 rissen die Menschen in der DDR die Mauer nieder und machten den Weg frei für die Deutsche und europäische Einheit.

Dazu erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: „Am 9. November wurde die erste deutsche Demokratie geboren und die zweite auch für die Menschen im Osten des Landes ermöglicht. An ihm begann mit dem Fanal der Reichskristallnacht jenes zivilisatorische Verbrechen, dass noch heute abschreckt und zeigt, was Menschen Menschen antun können.

Der 9. November ist ein damit ein besonderer Gedenktag für Demokratie und Menschenwürde. Er zeigt, was Menschen leisten können, wenn sie nach Freiheit streben. Er mahnt, wie flüchtig Freiheit und Menschlichkeit sind, wenn sie nicht mit aller Kraft bewahrt werden. Für uns, die wir heute leben, ist der Tag die Verpflichtung, diese Kraft aufzubringen.“