reinecke 150x200Corinna ReineckeDer 25. November erinnert jedes Jahr an die alltägliche Gewalt gegen und strukturelle Benachteiligung von Frauen und Mädchen weltweit. Zurück geht dieser Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen auf die Entführung, Vergewaltigung und Folterung der Schwestern Mirabal und ihre Ermordung im Jahr 1960 durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Er wendet sich gegen die Verletzung von Menschenrechten, die aufgrund der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht geschehen, egal, wo auf der Welt und will die Öffentlichkeit für das Problem sensibilisieren. Ziel ist die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen und die allgemeine Stärkung von Frauenrechten.

Dazu erklärt die AsF-Landesvorsitzende Corinna Reinecke: „Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November erinnert daran, dass auch heute noch weltweit Frauen Opfer systematischer Gewalt werden. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Nach wie vor ist beispielsweise jede vierte Frau in Deutschland von häuslicher Gewalt betroffen, wie repräsentative Studien zeigen. Hiergegen müssen wir entschlossen vorgehen!“


Die AsF engagiert sich seit langem für die Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen und setzt sich daher u.a. seit Jahren für die gesicherte Finanzierung der Frauenhäuser im Landeshaushalt ein, wie Reinecke ergänzt. Langfristig hält man aber eine bundesweit einheitliche Finanzierung für geboten. „Wir freuen uns daher sehr, dass der SPD-Landesparteitag an diesem Wochenende in Quedlinburg dem AsF-Antrag „Finanzielle Planungssicherheit für Frauen- und Kinderschutzhäuser“ mit breiter Mehrheit gefolgt ist“, so Reinecke. Darin wird die SPD-Bundestagsfraktion aufgefordert, eine bundeseinheitliche, kostendeckende und verlässliche Finanzierung der Frauen- und Kinderschutzhäuser zu schaffen, die die institutionelle Förderung der Frauenhäuser zum Ziel hat.

schulze 200x150Sarah Schulze„Häusliche und sexualisierte Gewalt sind Grundrechts- und Menschenrechtsverletzungen und es ist wichtig dass wir an diesem 25. November immer wieder nachdrücklich daran erinnern. Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen verpflichtet uns aber auch, neueren Fragen wie Zwangsheirat, Ehrverbrechen, Frauenhandel und Zwangsprostitution besondere Beachtung zu schenken. Alle Gewaltopfer brauchen unsere Unterstützung!“, ergänzt Sarah Schulze, stellvertretende Landesvorsitzende der AsF Sachsen-Anhalt. Daher hat man dem SPD-Landesparteitag auch den Antrag „EU-Richtlinie 2011/36/EU zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer unverzüglich umzusetzen“ vorgelegt, der die künftige Bundesregierung auffordert, die Richtlinie unverzüglich umzusetzen, um die Opfer von Menschenhandel besser zu schützen. „Die Richtlinie hätte von der alten Bundesregierung bereits zum April dieses Jahres umgesetzt werden müssen“, zeigt sich Schulze empört. „inzwischen wurde die fehlende Umsetzung der Richtlinie auch von der EU-Kommission gerügt. Wenn sich weiterhin nichts tut, kann Deutschland von Brüssel verklagt werden.“