budde1 150x200Zum 60. Jahrestag des Aufstandes am 17. Juni 1953 in der DDR erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: „Der Aufstand vom 17. Juni 1953 war ein breiter Protest in der DDR, der sich an willkürlich erhöhten Arbeitsnormen entzündete, aber schnell in der Forderung nach freien Wahlen mündete. Das Regime reagierte hart und schnell und beendete gemeinsame mit der sowjetischen Besatzungsmacht den Aufstand mit Panzern – ein Muster, das später auch den Prager Frühling prägte. Es gab Tote unter den Demonstranten. Das SED-Regime hatte damit einmal mehr die Maske des friedlichen Arbeiter-und-Bauern-Staates fallen gelassen und das Gesicht einer Diktatur gezeigt.

Der 17. Juni 1953 ist so etwas wie die vergessene Revolution, dabei war sie der erste Versuch, die Diktatur diesseits des Eisernen Vorhangs zu beseitigen. Die mutigen Frauen und Männern dieser Zeit sind damit auch die Mütter und Väter der friedlichen Revolution 36 Jahre später, auch wenn sie das damals nicht einmal ahnen konnten. Wir gedenken ihnen heute in dem Bewusstsein, dass Freiheit und Demokratie kostbare Güter sind, die wir nicht für selbstverständlich halten dürfen. Insofern ist die Erinnerung an damals eine Verpflichtung für die Zukunft.“