SPD-Arbeitnehmer kritisieren Wirtschaftsminister Haseloff wegen Haltung zu Mindestlöhnen PDF Drucken
Donnerstag, den 25. Februar 2010
asteppuhnDie SPD Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in Sachsen Anhalt hat Wirtschaftsminister Rainer Haseloff (CDU) wegen seiner ablehnenden Haltung bei der Einführung von Mindestlöhnen scharf kritisiert. Der AfA-Landesvorsitzende und Arbeitsmarktexperte der Landes-SPD Andreas Steppuhn warf Haseloff vor, die Realitäten zu verkennen. Steppuhn bezeichnete es als Skandal, das mittlerweile 70 000 Menschen in Sachsen Anhalt, obwohl sie arbeiten würden, zusätzlich noch Hartz IV benötigten.

Dies ist nur durch die Einführung von flächendeckenden Mindestlöhnen zu verändern, so Andreas Steppuhn. Der SPD Arbeitsmarktexperte bedauerte es, das Haseloff, der zumindest auf dem Papier auch Arbeitsminister sei, sich jeglichen guten Argumenten verschließe. Dauerhafte Niedriglöhne führen nicht nur zu Altersarmut, sondern auf Dauer auch zun Kollaps des Rentenversicherungssystems, das immer mehr durch Steuergelder gestützt werden muß.
Niedriglöhne von denen man nicht leben kann, verstärken und beschleunigen zugleich die Abwanderung von jungen Menschen, so das Ostdeutschland ausblute. Das kann nicht die Zukunft sein, so Andreas Steppuhn.

Das Mindestlöhne funktionieren zeigen im übrigen Bereiche wie das Baugewerbe, das Dachdeckerhandwerk aber auch das Maler, - und Lackiererhandwerk mittlerweile vorbildlich. Im Dachdeckerhandwerk gibt es bereits seit Jahren einen Mindestlohn, der zur Zeit bei 10.60 Euro in Ost und West liegt, so Steppuhn. Eine gute wirtschaftliche Entwicklung kann es auf Dauer nur geben, wenn auch die Menschen etwas davon haben. Das sollte auch Haseloff endlich erkennen, erklärte Andreas Steppuhn. Es nützt uns überhaupt nichts, wenn wir mittlerweile in anderen Ländern schon als "die  Billigheimer Europas" angesehen werden.
 
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